Rheinbrücke Leverkusen

Abbruch der Bestandsbrücke und Ersatzneubau in Fahrtrichtung Dortmund

Auftraggeber:
Die Autobahn GmbH des Bundes

Ausführungszeitraum:
2024 - 2027

Technische Daten:

Neue Brücke (2023 u. 2027)
Länge Strombrücke:     688,70 m 
Maximale Stützweite:   280 m 
Breite:                           29 - 36 m
Höhe Pylone:                57 m
Stahltonnage:               15.700 t
Anzahl der Seile:          64

Alte Brücke (1965)
Länge Strombrücke:     687,32 m
Maximale Stützweite:   280 m
Breite:                           37,80 m
Höhe Pylone:                45,10 m
Stahltonnage:                9.800 t
Anzahl der Seile:           8 

Unsere Leistungen:

  • Demontage der alten Brücke
  • Werkstatt-/Montageplanung
  • Herstellen und Liefern der Stahlkonstruktion in Arbeitsgemein-schaft (4 Stahlbauer)
  • Montieren der Stahlkonstruktion inkl. Pylone
  • Korrosionsschutz Werk und Baustelle

Nachdem der erste Teil der Rheinbrücke auf der A1 (Fahrrichtung Trier) am 04.02.2024 für den Verkehr freigegeben wurde, starteten die Arbeiten für den zweiten Teil der Rheinbrücke (Fahrtrichtung Dortmund). Zunächst erfolgt der Rückkbau der "alten" Brücke, um dann im Frühjahr 2025 mit dem Neubau des zweiten Brückenteils starten zu können.

German Engineering / Deutschland-Tempo / Made in Hannover

Bildquelle: (c)Autobahn_GmbH

In im nachfolgenden Kurzfilm erklärt unser Auftraggeber das Vorgehen im Projekt: youtu.be/-30CuuqZGzA

PROJEKTVERLAUF

Begleiten Sie uns auf die zeitliche Reise der Fertigstellung des zweiten Ersatzneubaus der A1 Rheinbrücke.

Februar 2024

Die Abbrucharbeiten beginnen. Zunächst wird das Brückenbauwerk geleichtert indem sämtliche Ausbaulasten zurückgebaut werden (Asphalt, Geländer, Gehwege, …). Parallel dazu werden die Vorbereitungen für den Rückbau der Stahlkonstruktion getroffen. Hier ist zu sehen ist, wie zunächst die Pylonhaube demontiert wird, um die Zugänglichkeit des oberen Umlenksattels herzustellen. Der Zugang wird über Gerüste gewährleistet, Einhausungen bieten einen entsprechenden Witterungsschutz.

März 2024

Drohnenflug über die Rheinbrücke. 

März 2024

Nachdem die Pylonhaube demoniert ist, wird eine Hilfskonstruktion installiert. Mit Hilfe von entsprechender Hydraulik kann so der obere Umlenksattel kontrolliert abgesenkt werden, wodurch die Seile sukzessive lastfrei werden. Vor dem Trennschnitt in Brückenmitte wird der obere Umlenksattel zunächst so weit abgesenkt, dass die Brücke in Brückenmitte spannungsfrei wird.

April 2024

In der temporär zu nutzenden (zwischen zwei Arbeitsbereichen verschiebbaren) Entschichtungshalle werden die demontierten Brückenelemente der alten Brücke entschichtet. Auf diese Weise werden kontaminierte Beschichtungen unter Laborbedingungen sicher entfernt. Die Entschichtungsreste werden als Sondermüll entsorgt. Der Stahl wird als wertvoller Reststoff erneut einer Verwendung zugeführt.

Juni 2024

TRENNSCHNITT DER ALTEN RHEINBRÜCKE LEVERKUSEN ERFOLGT!

Der Trennschnitt der Stahlkonstruktion erfolgte mittig über dem Rhein mithilfe von Schneidbrennern, Pressen und einer eigens konzipierten Hilfskonstruktion, die die beiden Brückenhälften stabilisierte. Der theoretische Momentennullpunkt in Brückenmitte durch das vorangegangene erste Abstapeln der oberen Seile um ca. 22 cm, konnte sehr gut erzielt werden. Es sind nahezu keine Bewegungen der beiden Brückenhälften infolge des Trennschnittes aufgetreten!